Drachenweisheit

Und es ist einfach Liebe

Liebe Besucherin, lieber Besucher

nimm dir einen Augenblick Zeit, um die folgende Geschichte zu lesen.

Sie wurde geschrieben, dein Herz zu berühren und deine Seele zu erfreuen.

Drachenweisheit

 

 

 

 

In einer Zeit, lange bevor es Automobile und elektrische Wasserkocher gab, lebte ein

alter weiser Drachen tief in seiner Höhle hinter dem Wasserfall. Es gefiel ihm, dieses

Spiel aus Licht und Schatten zu beobachten und seine Seele wurde ganz still und voll

Ehrfurcht vor dem Wunder des Lebens. Eines Tages klopfte ein junger Drache, nennen

wir ihn Emre, an die Tür und sagte:“Meister willst du mich unterrichten?“

 

Nun war es nicht das, was sich der Meister gewünscht hätte, aber ein Blick in die Augen des Jungen ließen in Ja sagen. Es lag so viel Wildheit, so viel Verlangen nach Freiheit, so eine tiefe Bitte in ihnen, dem konnte er nicht wiederstehen. „ So lass uns beginnen „, sprach der weise Drache. „ Sei mein Gefährte, sei mein Diener und sei mein Spiegel, um das zu sehen, was bei mir im Dunkel liegt „. Es vergingen die Tage, die Wochen und die Monate. Emre hatte zunächst viel Mühe, einen Sinn in diesem Leben zu entdecken, hatte er doch darauf gehofft, dass der Meister ihm alle Geheimnisse verraten würde, die zu einem erfüllten Leben gehörten. Doch nach einiger Zeit gewöhnte er sich daran, alltägliche kleine Dinge zu verrichten und er hörte auf zu hadern mit dem was geschah. 

Der Meister hatte ihn sehr wohl all die Zeit beobachtet und jetzt hielt er den Moment für gekommen, Emre an seinen tiefsten Einsichten teilhaben zu lassen. 

 

Jeden Morgen begannen sie damit, das Leben zu begrüßen. Dann setzten sie sich zur Meditation und ehrlich gesagt, fiel es Emre sehr schwer, so eine lange Zeit der Versenkung auszuhalten. Er dachte immer noch, dass die letzte Weisheit im Tun stecke. Doch der Meister belehrte ihn eines Besseren. Er ermutigte ihn, immer mehr in sich hinein zu tauchen und zu hören, welche Botschaft ihn da erreichte. Zu Anfang vernahm der junge Drache nichts, es war ihm schlicht langweilig. Nach einiger Zeit begann er seine Gedanken und Gefühle wahrzunehmen und maß diesen eine große Bedeutung bei. Er war versucht, all diesen Bewegungen nachzulaufen, in der irrigen Annahme, dass sein Verstand und seine Gefühle ihm zur letzten Weisheit verhelfen würden. Doch wieder wurden seine Erwartungen enttäuscht.

 

Ein sich einlassen auf einen Meister bedeutet nackt zu werden, alle Vorstellungen über Bord zu werfen und letztendlich aufzutauchen, aus diesem Traum von Wahrheit, um wirklicher Wahrheit zu begegnen. 

 

Wisse, so sind alle Dinge 

 

Wie die Zaubertricks des Magiers 

 

Mit Pferden, Ochsen Wagen und Anderem 

 

Nichts ist so wie es erscheint.

 

Und doch müssen alle diesen Weg der Illusion durchschreiten, denn wie sollte sich die Wahrheit ohne dieses Spiel enthüllen. 

 

Jetzt war es an dem jungen Drachen verblüfft zu sein. Seinen Gedanken und seinen Gefühlen nicht die gesamte Aufmerksamkeit zu geben, verwirrte ihn. Zu entdecken, dass es einen Platz vor all diesen Wahrnehmungen gab, musste er erst erkennen.

Immer wenn ein Gedanke auftauchte, atmete er tief durch und forschte nach dem Platz, in dem dieser Gedanke aufgetaucht war. Und allmählich, ganz langsam, verstand er. Nicht das Tun oder das Nicht tun waren entscheidend, wichtig war alleine das Erkennen, dass allem, was geschieht, eine Weisheit innewohnt, die aus dem Raum der Seele kommt. Hier ist alles möglich. Alles hat hier seinen Platz und ist in Liebe geborgen.

 

Emre wurde still.

 

Als der Meister sah, dass sein Schüler diese letzte Stufe erreicht hatte, rief er ihn zu sich.“Ich bin müde, mein Körper ist alt und meine Kräfte sind erschöpft. Ich werde bald dieses Gefährt verlassen, das mir so gut gedient hat. Dann wird meine Seele frei sein und auf den Schwingen der Ewigkeit tanzen. Dir aber, lieber Emre, gebe ich einen Auftrag. Du bist jung, gehe in die Welt hinaus, nehme Kontakt auf zu den Menschen, welche immer mehr unser Land bevölkern und erzähle ihnen von deinen Erfahrungen „. 

 

Emre war traurig, er wollte seinen Meister nicht verlassen, doch dieser wusste, dass jeder Vogel eines Tages sein sicheres Nest verlassen muss, um zu fliegen. So machte Emre sich auf den Weg. Auf seiner langen Wanderschaft begegnete er vielen sonderbaren Wesen und letztendlich erreichte er eine Stadt der Menschen. Alles was er hier sah, war verwirrend für ihn. Es war so laut, die Menschen schienen immer beschäftigt zu sein. Sie gaben sich keine Zeit, auf sich selbst zu lauschen. 

 

Doch Emre erkannte, dass trotz dieser Hast eine tiefe Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit in ihnen lebendig geblieben war und er wusste, dass es dazu notwendig ist, sich selbst zu erforschen. So suchte er sich einige Menschen aus, bei denen er entdeckte, dass sie auf der gleichen Reise waren, wie er einst auch. Diesen Menschen erschien er in ihren Träumen. Er lehrte sie, die eigene Seele zu sehen und diesem Weg zu folgen. Er lehrte sie, auf die Großartigkeit des Seins zu vertrauen und anderen Menschen ein Licht auf ihrer Suche zu werden. So kam es, dass immer mehr Menschen sich aufmachten, sich selbst zu erkennen, um eine neue, liebevollere Sicht auf das Leben einzunehmen und zu begreifen, dass wir alle Brüder und Schwestern sind auf einer spirituellen Reise. Dass es nicht eine Wahrheit gibt, sondern dass jedes Individuum seine eigene Wahrheit hat. Kein Kampf um „Recht haben wollen“. 

 

Der Schlüssel für ein besseres Miteinander aller Wesen ist die Liebe. Nur in ihr kann diese Welt gesunden.  

 

Der kleine Drache war fortan nicht mehr gesehen, doch immer, wenn der Wind flüstert und deine Träume sich aufmachen zu höheren Ufern, kannst du sicher sein, dass der kleine Drache dein Sein berührt.

 

 

Es gibt inzwischen 12 dieser „ Seelenwärmer „ und alle haben eine kuriose Entstehungsgeschichte. Ich lasse mir immer wieder mal von Freunden und Bekannten ein Wort geben, das ihnen in diesem Augenblick willkürlich einfällt. Wenn sich 10 dieser Wörter gefunden haben, entsteht eine Geschichte.

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